Was ist KIMSA?

Die Suva bearbeitet jährlich rund 450 000 Unfälle. In zwei Prozent dieser Fälle gestaltet sich die Wiedereingliederung schwierig, wofür nebst gesundheitlichen Gründen oft auch psychosoziale Begleitfaktoren verantwortlich sind. Solche Patientinnen und Patienten werden durch Case Manager der Suva speziell betreut.

 

Durch den systematischen Einbezug der zuständigen Hausärztinnen und Hausärzte im KIMSA-Modell können deren Kompetenz besser genutzt und die Betreuung koordiniert werden. Hausärzte kennen ihre Patienten und deren Lebensumstände gut und können nach einem Unfall zuverlässig abschätzen, unter welchen Umständen eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess gelingen wird. Sie können ungünstige Begleitfaktoren früh erkennen. In solchen Fällen kann es ratsam sein, für die Patienten eine intensivere Betreuung durch einen Case Manager anzufordern.

 

Wie funktioniert KIMSA?

  • Der Hausarzt meldet einen komplizierten Verlauf bzw. komplexe Probleme in Absprache mit dem betroffenen Patienten auf elektronischem Weg der Suva.
  • Die Suva beurteilt nach Rücksprache mit dem Hausarzt den Schadenfall und nimmt den Verunfallten in das Coaching auf, falls dies von den Beteiligten als sinnvoll erachtet wird.
  • Der Case Manager der Suva nimmt eine umfassende Standortbestimmung vor und koordiniert in Zusammenarbeit mit den Beteiligten die Wiedereingliederung des Patienten.
  • Bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit erhält der Hausarzt zusätzliche Informationen zu den spezifischen Arbeitsplatzanforderungen und das Partner-Ärztenetz betreibt zur Klärung spezieller Fragen Stellen für Arbeitsfähigkeitsabklärungen.

 

Was ist der Nutzen?

  • Das Wissen der Hausärzte wird im Fallmanagement aktiv genutzt und die Hausärzte werden durch Case Manager von nicht ärztlichen Betreuungsaufgaben entlastet.
  • Patienten mit komplexen Begleitproblemen sowie Reintegrationshindernisse werden frühzeitig erkannt.
  • Rechtzeitige, zielgerichtete Unterstützung der Verunfallten durch Suva-Case Manager.
  • Bessere Wiedereingliederungserfolge dank geführter und umfassender, qualitativ hochstehender Betreuung.

 

An wen richtet sich KIMSA?

Das KIMSA-Modell wurde im Jahre 2009 durch die Argomed Ärzte AG und die Suva Aarau erfolgreich pilotiert. Nun wird das Konzept von der Argomed im Auftrag der Suva etappenweise auf Ärztenetzwerke in der ganzen Schweiz ausgeweitet. KIMSA richtet sich in einer ersten Phase an Ärztenetzwerke, deren Mitglieder einen Bezug zur Wiedereingliederung verunfallter Personen haben. Dies schliesst Grundversorger und Spezialisten gleichsam ein.

 

Netzwerke, die sich an KIMSA beteiligen wollen, schliessen einen einfachen Rahmenvertrag mit der Suva ab. In Regionen mit geringer Abdeckung durch Ärztenetzwerke ist die Teilnahme für einzelne Arztpraxen auch durch einen direkten Vertragsabschluss mit der Suva möglich.

 

Was kostet KIMSA?

Die Teilnahme an KIMSA ist für Hausärzte kostenlos, das Online-Portal wird von der Suva betrieben. Spezielle Dienstleistungen der behandelnden Ärzte im Support des Schadenmanagements – z.B. Risikomeldungen, Arbeitsfähigkeitsabklärungen, Teilnahme an Rehabilitationsbesprechungen – werden im Rahmen bilateraler Verträge aussertarifarisch abgegolten.

In guter Partnerschaft

Argomed Ärzte AG   Bahnhofstrasse 24   CH-5600 Lenzburg   Telefon +41 56 483 03 33   Fax +41 56 483 03 30   argomed@STOP-SPAM.argomed.ch   www.argomed.ch