Hausarzt-Modell, häufige Fragen und Probleme!

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen unserer Kunden:

 

 

  1. Die Versicherung sagt den Patienten, sie müssen uns nur informieren, dass sie zum Spezialist gehen oder bei diesem waren. Sie brauchen keine Konsultation bei uns. Warum gilt dies als Überweisung?

Grundsätzlich sind hier Zweifel angebracht, wenn dies Patienten so behaupten, denn das Überweisungsmanagement respektive die Steuerung ist ein zentraler Bestandteil von Managed Care. Sucht nun der Patient direkt den Spezialisten auf, so hat der HA gar keine Möglichkeit ihn zu „steuern“. Die Patienten erhalten von ihren Krankenkassen einen Prämienrabatt und verpflichten sich dabei im HA-Modell IMMER zuerst ihren Hausarzt aufzusuchen.

 

  1. Patienten, die bereits einen Termin beim Spezialisten vereinbart haben, melden sich anschliesend beim Hausarzt, damit dieser eine Überweisung ausstellt. Ohne Kontrolle beim Hausarzt ist aber keine Überweisung möglich, richtig?

Korrekt. Es kann in Ausnahmefällen sein, dass man rückwirkend eine Überweisung legitimiert, grundsätzlich gilt aber:

    1. Konsultation Hausarzt

    2. Überweisung des Patienten durch den Hausarzt an weiteren Leistungserbringer

    3. Termin beim Leistungserbringer

 

  1. Telefonische Anfrage von der KK an uns ob Patient bei uns ist oder war betreffend aktueller Diagnose. Gilt dies als Überweisung für die KK? Dürfen wir Auskunft geben?

Dies ist eine Art Bestätigung für eine Überweisung. Die KK’s wissen jedoch einerseits, dass sie sich bei solchen Fragen zuerst an argomed wenden sollen und andererseits erhalten Sie durch das Kosten-Controlling bereits eine Auswertung der Überweisungen respektive eben der fehlenden Überweisungen. Gegebenenfalls wendet sich argomed an den Hausarzt oder verweist die KK (mit Vermerk) an den Arzt (in seltenen Fällen). Weisen sie die KK das nächste Mal an, dass die primäre Ansprechstelle argomed ist.

 

  1. Ein Patient war früher schon beim Spezialist wegen einer bekannten Diagnose in Behandlung, möchte direkt wieder dort hin gehen ohne Konsultation bei uns! Ohne Konsultation keine Überweisung möglich, richtig?

Hier gilt das gleiche wie bei Frage 1. Dabei ist es sekundär, ob der Patient nun einen Termin beim Hausarzt erhält oder eine telefonische Konsultation/Beratung stattfindet. Wichtig ist, dass der HA die vorab Überweisung angeordnet hat.

 

  1. Gibt es Dauerüberweisungen? Wie lange?

In BlueEvidence können Überweisungen für max. 12 Monate hinterlegt werden, danach bedürfen sie einer Verlängerung (wiederum 12 Monate).

 

  1. Ein Patient wurde von uns beim Spezialist angemeldet. Dieser hat ihn nun zu weiteren Abklärungen an einen zusätzlichen Arzt überwiesen. Gelten die weiteren Abklärungen auch als Überweisung von uns?

Nein. Wenn eine weitere Überweisung nicht durch den HA veranlasst oder mindestens mit ihm abgesprochen wurde, gilt dies nicht als Überweisung. Eigentlich sollte der Spezialist sich mit dem HA absprechen, jedoch basiert dies nach wie vor auf einer freiwilligen Basis, da zwischen Spezialisten und Hausärzten noch keine oder nur wenig verbindliche Zusammenarbeitsvereinbarungen bestehen. Hier müsste der Patient insistieren und von sich aus auf den HA zurückkommen. Dies steht in dieser Art in den meisten AVB (Allgemeine Versicherungsbestimmungen) der Krankenkassen, welche der Patient als gelesen bestätigt hat.

In guter Partnerschaft

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